Was macht eine Resevistenkameradschaft
Eine Reservistenkameradschaft (RK) ist der örtliche, gesellschaftliche Zusammenschluss von Reservisten der Bundeswehr. Sie dient als militärische und soziale Heimat. Ihre Hauptaufgabe ist die freiwillige Reservistenarbeit, die Pflege der Kameradschaft sowie die Förderung der Verbindung zwischen Streitkräften und der Zivilbevölkerung.
Die Aktivitäten und Aufgaben einer Reservistenkameradschaft sind vielfältig:
- Militärische Weiterbildung: Organisation von und Teilnahme an Dienstlichen Veranstaltungen (DVag) wie Schießausbildungen, Märschen und militärischen Wettkämpfen.
- Katastrophenschutz & Heimatschutz: Unterstützung bei zivil-militärischen Aufgaben, wie beispielsweise Deichschutzübungen oder Sanitätsausbildungen, die auch im zivilen Alltag helfen.
- Öffentlichkeitsarbeit: Als “Mittler” in der Gesellschaft dienen sie als Ansprechpartner und werben für das Verständnis der Bundeswehr.
- Kameradschaftspflege: Zusammenkünfte, Vorträge zu Sicherheitspolitik (SiPol) und gesellschaftliche Veranstaltungen.
- Förderung: Auch Zivilisten und Ungediente können als sogenannte “Fördermitglieder” beitreten, um sich zu engagieren oder Kontakte zu knüpfen.
Organisiert sind diese Kameradschaften in der Regel im Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V. (VdRBw).
Möchten Sie wissen, wo die nächste Reservistenkameradschaft in Ihrer Nähe liegt, oder interessieren Sie sich für spezielle Veranstaltungen für Ungediente?
Werden Reservisten im Kriegsfall eingezogen?
Ja, im Kriegs- oder Verteidigungsfall können Reservistinnen und Reservisten von der Bundeswehr eingezogen werden. Dies ist in den Gesetzen zur Reserve der Bundeswehr geregelt.
Hier sind die wichtigsten Details:
- Altersgrenze: Im Spannungs- oder Verteidigungsfall gilt die Wehrpflicht für Reservisten in der Regel bis zur Vollendung des 60. Lebensjahres, in manchen Fällen ist ein Dienst bis zum 65. Lebensjahr möglich.
- Verpflichtung: Bei einer Generalmobilmachung können ehemalige Soldaten herangezogen werden. Mit dem neuen Reservestärkungsgesetz wurde die Verbindlichkeit für den Dienst in der Reserve zudem deutlich erhöht.
- Recht auf Verweigerung: Auch als Reservist haben Sie grundsätzlich die Möglichkeit, den Kriegsdienst mit der Waffe zu verweigern. Informationen hierzu bietet beispielsweise der KDV-Ratgeber der DFG-VK.
Ausnahmen können im Einzelfall etwa aus gesundheitlichen Gründen oder bei Unabkömmlichkeit im zivilen Dienst (z. B. bei bestimmten Polizeibeamten) gelten.
Welchen Vorteil hat man als Reservist?
Als Reservist leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Einsatzbereitschaft der Bundeswehr. Dafür profitieren Sie von finanziellen Prämien, steuerfreien Zuschlägen, kostenfreier Heilfürsorge während des Dienstes sowie dem großen Netzwerk der Kameradschaft. Arbeitnehmer sind zudem gesetzlich geschützt und für Übungen freigestellt.
Die Konditionen im Detail:
- Finanzielle Absicherung & Prämien: Der Verdienstausfall wird ausgeglichen. Zusätzlich erhalten Sie eine steuerfreie Reservedienstleistungsprämie, die je nach Dienstgrad variiert. Für Selbstständige gibt es sogar Entschädigungen von bis zu 430 Euro am Tag.
- Reisekosten & Verpflegung: Während der Wehrübung sind Unterkunft und Verpflegung frei. Zudem gibt es steuerfreie Zuschläge, wie etwa eine Kilometerpauschale für tägliche Pendler.
- Kameradschaft: Im Reservistenverband (dem größten Netzwerk seiner Art) treffen Sie auf Gleichgesinnte und erhalten exklusive Serviceangebote.
- Karriere & Weiterbildung: Ehemalige Soldaten steigen mit ihrem erworbenen Dienstgrad ein und können sich militärisch oder fachspezifisch weiterbilden, wodurch gefragte Soft Skills entstehen.
Genaue Informationen zu Ihren spezifischen Einsatzmöglichkeiten und Vergütungen finden Sie direkt auf dem Portal der Bundeswehr Karriere oder beim Reservistenverband.
Wenn Sie mir mitteilen, ob Sie bereits gedient haben und in welcher Region Sie wohnen, kann ich Ihnen gezielt freie Dienstposten oder den nächstgelegenen Ansprechpartner heraussuchen.

